In einer Welt, in der finanzielle Kompetenz immer wichtiger wird, sollten Kinder frühzeitig lernen, wie man mit Geld umgeht. Doch während die Schule kaum auf diese Themen eingeht, können Eltern eine Schlüsselrolle übernehmen – mit der richtigen Mischung aus Wissen und praktischen Übungen. Ich stelle drei empfehlenswerte Bücher vor, die Kindern und Jugendlichen das Thema Geld näherbringen, und erkläre warum unser Kind „Zinsen statt Taschengeld“ bekommt.

Wissen macht stark – Drei Bücher für finanzielle Bildung
Lesen ist eine großartige Möglichkeit, Kindern spielerisch komplexe Themen zu vermitteln. Diese drei Bücher bieten wertvolle Einblicke in die Welt der Finanzen:
„Mein Geld, Dein Geld“ von Mike Schäfer
Dieses Buch erklärt auf einfache und kindgerechte Weise die Grundlagen des Geldes. Durch anschauliche Beispiele lernen Kinder, warum Eltern arbeiten gehen, was Zinsen sind und wie ein Aktiendepot funktioniert. Das Buch fördert das Verantwortungsbewusstsein und macht Lust, sich mit Geld auseinanderzusetzen.
Übrigens: Bereits ab 10 Jahren können meine Kundenkinder ihr eigenes Depot selbst beobachten. Das Buch empfehle ich ab 8 Jahren.
„Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer
Die Geschichte eines Mädchens, das durch seinen sprechenden Hund Money die Prinzipien des Geldes versteht, ist sowohl unterhaltsam als auch lehrreich. Der Labrador führt sie in das 1×1 des Geldes ein und erklärt das Geheimnis von Traumdosen, die helfen, Träume zu realisieren.
Kinder lernen durch die Erlebnisse des Mädchens wichtige Prinzipien wie Sparen, Großzügigkeit und das Setzen finanzieller Ziele. Es gibt hier auch ein spezielles Vorwort für Erwachsene. Das Buch empfehle ich ab 10 Jahren.
„Rich Dad Poor Dad für Teens“ von Robert Kiyosaki
Das Buch vermittelt Kernkonzepte wie den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie die Bedeutung von passivem Einkommen. Jugendliche lernen, wie sie finanzielle Freiheit erreichen können, indem sie frühzeitig Vermögenswerte aufbauen. Es erklärt scheinbar komplizierte Themen in einer verständlichen Sprache und inspiriert Jugendliche, ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Dieses Buch richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren.
Tipp: Eltern können die Bücher mit ihren Kindern gemeinsam lesen und über die wichtigsten Lektionen sprechen. So wird finanzielle Bildung zu einem gemeinsamen Familienprojekt.
Zinsen statt Taschengeld – Lernen durch praktische Erfahrung
Neben der Vermittlung von Wissen ist es wichtig, dass Kinder den Umgang mit Geld in der Praxis üben. Der Ansatz „Zinsen statt Taschengeld“ bietet eine Möglichkeit, Kinder spielerisch mit finanziellen Prinzipien vertraut zu machen.
Wie funktioniert es?
Anstelle des klassischen Taschengelds erhalten die Kinder ein Startkapital, zum Beispiel 100 €. Zusätzlich zahlen die Eltern monatlich einen festen Zinssatz. Bei 4% Zinsen erhält das Kind einmal im Monat 4€. Es hat nun die Wahl: Es kann die Zinsen sparen und so das Kapital weiter erhöhen – oder ausgeben, was langfristig die Zinsen reduziert. Wenn das Kapital durch Ausgaben zu stark sinkt, kann das Kind durch kleine Aufgaben oder Jobs „arbeiten gehen“, um wieder mehr Geld zu verdienen.
Was lernen Kinder daraus?
- Die Kraft des Zinses: Kinder sehen, wie ihr Geld durch regelmäßige Zinsen wächst, wenn sie sparsam sind.
- Verantwortung für Ausgaben: Wer sein Kapital leichtfertig ausgibt, erlebt die Konsequenzen – sinkende Zinseinnahmen.
- Arbeit und Einkommen: Kinder erkennen, dass aktives Arbeiten helfen kann, das passive Einkommen wieder zu erhöhen.
Praktische Tipps zur Umsetzung
- Startkapital und Zinssatz festlegen: Wähle einen Betrag, der für Dein Kind altersgerecht ist, und einen Zinssatz, der den Lerneffekt unterstützt (z. B. 3–5 % pro Monat).
- Übersicht behalten: Nutze eine einfache Tabelle oder App, um das Kapital, die Zinsen und die Ausgaben zu dokumentieren. Wir haben ein extra Heft, in dem unser Kind die Zahlungen selbstständig festhalten kann.
- Drei Spardosen: Wir haben die Bereiche Konsum, Sparen und Spenden mit drei Spardosen auch physisch getrennt.
Fazit: Finanzielle Bildung als Schlüsselkompetenz
Die Kombination aus Wissen und praktischer Erfahrung ist der beste Weg, um Kinder fit für den Umgang mit Geld zu machen. Bücher wie „Ein Hund namens Money“ oder „Rich Dad Poor Dad für Teens“ vermitteln wichtige Grundlagen und inspirieren Kinder, selbst aktiv zu werden. Mit dem Konzept „Zinsen statt Taschengeld“ können Eltern zusätzlich die finanzielle Bildung ihrer Kinder in den Alltag integrieren – und gleichzeitig für Spaß und Motivation sorgen.
Mache den ersten Schritt: Nimm ein Buch zur Hand oder starte mit Deinem eigenen „Zinsen-Projekt“. Dein Kind wird es Dir danken – und mit finanziellem Wissen sicherer in die Zukunft gehen.







